Carolin Callies, Ladenburg bei Heidelberg

Porträt Carolin Callies

Foto: Mario Theimer

„Das Sichtbare in den Dienst des Unsichtbaren zu zwingen,
das macht das Leben des Dichters aus.“

– Marina Zwetajewa

 

Zahlreiche zeitgenössische Lyrikerinnen und Lyriker lassen sich von Bildender Kunst oder Fotografien inspirieren. Dabei könnte man meinen, vieles trenne die beiden Künste, funktionieren Sprache und Bild doch jeweils anders auf den Betrachter. Und doch wusste schon Horaz: „Eine Dichtung ist wie ein Gemälde“. Wie ist es beispielsweise um die Bildhaftigkeit der Metapher bestellt? Wie um das Verhältnis von Abstraktheit und Konkretheit – im Bild wie im Gedicht? Und wie funktioniert eigentlich der kreative Impuls?

Diesen Fragen wollen wir nachgehen und eine poetische Sprache für Bilder finden, Texte zu ausgewählten Bildern des Sprengel-Museums schreiben. Wir wollen unsere Wahrnehmung an Bildern schärfen, und vor allem auch selbst Mischformen zwischen Wort und Bild ausprobieren, ihre Schnittstelle für etwas Drittes öffnen. Formen wie Visuelle Poesie, Collage, Gemäldegedicht, Instagram-Lyrik dürfen gerne erprobt werden. Zu diesem Workshop sind alle eingeladen, die Lust an der Grenzüberschreitung und an der Interaktion zwischen den Künsten haben.

 

Eine Kooperation von Sprengel-Museum und Kulturbüro Hannover, Ada-und-Theodor-Lessing Volkshochschule Hannover sowie dem Autor:innenzentrum Hannover e.V.

Carolin Callies lebt in Ladenburg bei Heidelberg. Die studierte Germanistin und Medienwissenschaftlerin ist Mitherausgeberin des „Jahrbuchs der Lyrik 2021“, moderiert den Podcast „Flausen“ für das Literaturhaus Stuttgart und organisiert als Literaturvermittlerin die Literaturtage „vielerorts“ und die Bühne „Die Unabhängigen“ auf der Buchmesse Leipzig. Für ihre Gedichtbände „fünf sinne & nur ein besteckkasten“ (2015) und „schatullen & bredouillen“ (2019) wurde sie mit dem Thaddäus-Troll-Preis 2015 und dem Gerlinger Lyrikpreis 2020 ausgezeichnet.

 

Termin: Freitag, 29.04.2022, 14–17.30 Uhr und
Samstag, 30.04.2022, 11–17.30 Uhr

 

Ort: Sprengel-Museum (Treffen im Foyer)
Kosten: 40 Euro + Museumseintritt am Samstag
Maximale Teilnehmer:innenzahl: 12 Personen

 

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